Die Story: Vom Trabrennfahrer zum Weltenbummler.
Mein Name ist Peter Lang, und mein Weg zu GoWatt verlief nie in geraden Bahnen. Wenn man mich heute fragt, warum ich diese Musikseite und meinen YouTube-Kanal mit so viel Herzblut betreibe, liegt die Antwort in einer Reise, die 1970 im Sand der Trabrennbahn Berlin-Mariendorf begann.
1970er: Disziplin (kleines Augenzwinkern) Stallgeruch und Weltstars
Vom „Produzenten“ lernen: Das feine Gespür für den Rhythmus.
Meine Ausbildung im Privatrennstall von Radio Bree war weit mehr als nur ein Handwerk – sie war meine Lebensschule. Mein Trainer Walter Schmidt, ein enger Vertrauter der Legende Johannes „Hanne“ Frömming, war dabei eine Schlüsselfigur. Er war vielleicht nicht der Mann für die großen Schlagzeilen im Rennen, aber in der Welt der Musik würde man ihn heute als einen genialen, umsichtigen Produzenten bezeichnen.
Sein Talent lag nicht im Rampenlicht, sondern in der behutsamen Formung des Talents. Schmidt war der Mann, der die jungen Pferde an den Sport herangeführte. Er besaß dieses seltene, „goldene Händchen“, um Potenzial zu erkennen und mit unendlicher Gelassenheit zu fördern. Seine besonderen Fähigkeiten war die Ausbildung zweijähriger Pferde im Fohlenwagen – eine Arbeit, die auf Vertrauen basierte und gänzlich ohne den Einsatz der Peitsche auskam.
Genau diese Philosophie hat er mir tief eingeprägt: Dass man wahre Leistung nicht erzwingen kann. Ich habe nie die Begabung besessen – und wollte sie auch nie besitzen –, auf ein Lebewesen einzuschlagen wie auf kaltes Eisen. Dass der Tierschutz diese Praktiken heute fast vollständig beendet hat, bestätigt nur das, was Schmidt mir damals beibrachte: Erfolg braucht keinen Zwang, sondern das richtige Gespür für den Takt und die Natur des Gegenübers.
Damals war die Rennbahn das Wohnzimmer der Großen aus Politik, Sport und Unterhaltung. Ob Freddy Quinn oder Liselotte Pulver – sie alle waren da. Eine meiner wichtigsten Lektionen lernte ich jedoch am Rande der Bahn in Hamburg-Bahrenfeld. Dort hielt mich der Altmeister Frömming persönlich an, um sich nach dem Befinden seines alten Partners Schmidt zu erkundigen. In diesem Moment begriff ich: Erfolg ist viel wert, aber Freundschaft und der Blick für den Menschen gegenüber zählen mehr. Frömming lehrte mich, die Welt durch „unterschiedliche Brillen“ zu betrachten – ein Rat, der mich durch mein ganzes Leben begleitet hat.
Berliner Originale und Benzin im Blut
In Mariendorf traf die Welt des Sports auf echte Berliner Institutionen. Eine prägende Zeit war meine Nachbarschaft zu Heidi Hetzers Autohaus. Ich kaufte nicht nur meine ersten Autos in ihrem Autohaus, wir teilten auch die Leidenschaft für die Rennbahn. Unvergessen bleibt, wie ich mit Heidi auf einer schmalen Bank für zwei Personen auf dem Fohlenwagen saß und wir gemeinsam die Runden zwecks Vorbereitung für ein Prominentenrennen drehten. Diese unbändige Energie, Herzlichkeit und Lebensfreude, die Heidi verkörperte, hat mich tief beeindruckt.






Brüche und Neuanfänge: Vom Handel in die Welt
Nach mehreren Handoperationen musste ich das „Spielfeld“ wechseln. Ich tauschte die Zügel gegen den kaufmännischen Bereich und lernte im Fischgroßhandel Hoffmeister die harte, ehrliche Schule des Berliner Handels. Jahre später schloss sich ein Kreis, als ich Eduard Bree im KaDeWe wiedertraf – ein Moment voller Nostalgie und Respekt vor einem Lebensweg, der sich wie meiner gewandelt hatte.
Nach der Wiedervereinigung suchte ich neue Horizonte und zog mit meiner Familie nach Bayern. Von da, ging es über den großen Teich in die USA. Der nächste Schritt, ein Familienprojekt, war der Neubau – Aufbau einer Tennisanlage meiner Tochter in Paraguay. In dieser Zeit begann auch meine digitale Pionierarbeit für das Online Portal Fewo-Live, das heute als Erinnerung, das verdiente Gnadenbrot erhällt. In dieser Zeit habe gelernt, dass nach jedem Finale ein neues Intro beginnt.
Heute: Der Soundtrack einer Lebensreise
Heute fließt ein Teil dieser Erfahrungen in mein Projekt GoWatt (ehemals Ferienhaus jetzt Musikseite) und meinen Playlisten im YouTube-Kanal. Hier kuratiere ich Musik, die mehr ist als nur Hintergrundrauschen. Es sind handverlesene Stücke, die Geschichten von Menschen, Krieg und Frieden, sowie Lebensweisen, Fernweh, Tradition und Aufbruch erzählen.
Wer mehr über die Hintergründe unserer Familienreise erfahren möchte, findet tiefe Einblicke im Buch meiner Tochter Tanja, die heute ambitionierte Menschen – Sportler auf ihrem Weg begleitet. Die Neugier auf den nächsten guten Sound und das nächste Projekt treibt mich täglich an – denn wer rastet, der rostet. Heute wohnen wir an einem ganz besonderem Flecken, der unser Hafen und Ruhepol zugleich ist.
Musik an, Alltag aus – ich lade dich ein, mich auf dieser Soundtrack-Reise zu begleiten.